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Minarett


Der Aussichtsturm Minarett befindet sich im Lednicer Areal ca 2 km nördlich vom Schloss. Den Schlossteich entlang führen zu ihm zwei Wege, auf einem von denen gibt es Aquäduktreste. Auf der Thaya fahren Boote hierher, auf den staubigen Wegen Pferdekutschen.

Minarett in einem Kristenland! Kein Wunder, dass es die Neugierde weckte und menschliche Fantasie anspornte. Unter den Einheimischen wird eine Sage erzählt, dass hier ein großer Kunstmäzen Alois Josef I. ursprünglich eine Kirche bauen wollte. Mit seinen Untertanen konnte er sich aber auf dem Bauplatz nicht einigen, sie stritten – und die Schlussfolgerung stellt jetzt eine schadenfrohe Fürstenrache dar: ein islamisches Symbol. Manche behaupten, dass hier ganze Moschee stehen sollte, aber das erleben wir wegen beweglichem Sand nicht.

Viel Wahrheit liegt an der Legende nicht; es gibt doch in der Umgebung auch ein türkisches Bad, eine schweizerische Brücke und chinesische Paläste. Mit der Idee einen Aussichtsturm „moslemischer Art“ zu machen kam wahrscheinlich vom Architekten Josef Hardmuth selbst, Autoren des modernen Bleistiftes, den die Form des Minaretts an seine Lebenserfindung erinnerte.

Die Baukosten stiegen auf eine Million Gulden. Eine beträchtliche Summe gewann sicher Hardmuth, zur Festigung der Bodenschicht waren viele Holzpfahle und Pfosten nötig, viele Leute arbeiteten daran (angeblich auch arabische Künstler) und angesichts der Bauform des Minaretts musste man auch spezielles Spiralbaugerüst aufstellen. Die Arbeiter fürchteten die ungewöhliche Konstruktion und wollten sie nicht betreten. Ihre Befürchtungen machte erst ein kaiserlicher Korporal eines berittenen Regiment zu Nichte, der bis nach oben ritt, ohne dass sich ein Teil des Baugerüsts bewegte.

Das Minarett ist fast 60 m hoch und bis zum oberen Umgang führen 302 Stufen. Vom oben kann man den Park, Pálava, Weiße Karpaten und sogar die Turmspitze vom Stephansdom in Wien sehen. Die acht für die Öffentlichkeit unzugänglichen Räume im ersten Stock stellten früher „Lagerräume“ für Gegenstände aus dem Orient dar, die Liechtensteiner aus ihren langen Reisen brachten. Die Böden und Mauern schmücken maurische Malereien und Inschriften.


Öffnungszeit:

April, Oktober
(täglich außer MO)
9:00 – 15:30
Mai - September
(täglich außer MO)
9:00 – 17:30
  • Mittagspause 12.00 – 13.00

Eintritt:

Erwachsene 30,- Kè
Kinder, Studenten, Senioren, Invaliden 20,- Kè




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foto: Jan Halady, text: Michaela Košálová