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Lednice


Die Dominante von Lednice bildet das Schloss, umgeben vom Park mit Minarett und Johannes Burg. Im Areal kann man das Akvarium Malawi oder Raubvögelvorführung besuchen. Durch das Dorf führt der rotmarkierte Wanderweg, der nach Valtice im Süden und zu den Neumühlenstaubecken im Nordwesten führt. Der grünmarkierte Wanderweg verbindet Lednice mit Bøeclav.

Lednice (übersetzt: Kühlschrank) könnte man auch „Gefrierschrank“ nennen. Es ist hier wirklich kälter als in der Umgebung; das meiste Gebiet liegt in einer Mulde und dank der Inversion hält hier die kalte Luft. Dem kalten Wetter hilft auch noch das Wasser – die Thaya und umherliegende Teiche. Der tschechische Name ist vielleicht vom deutschen „Eisgrub“ abgeleitet, der bis zum Ende des zweiten Weltkrieges verwendet wurde. Es gibt aber auch eine andere Theorie, die behauptet, dass der deutsche Begriff vom tschechischen „Lednycze“ entstand.

Zuerst fanden an der Landschaft von Lednice Wasservögel Gefallen, die hier bis jetzt blieben. Die Menschen kamen vor viertausend Jahren hierher. Zum ersten Mal wurde das Dorf „Izgruobi“ im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Damals besaß hiesige Feste das Haus von Sirotek, die es nicht richtig bewirtschafteten und der Grundbesitzt ist dann in die geschickteren Hände der Lichtensteiner übergangen. Das berühmte Geschlecht soll seinen Namen durch einen Edelstein (licht-stein) gewonnen haben, den sein Urgroßvater - Berghauer fand. Für ihren Geschäftssinn spricht die Tatsache, dass sie ihren Besitz – einen glänzenden Stein, im Laufe der Jahrhunderte in majestätische Schlösser, Sommerresidenzen, Blumengärten, umfangreiche Parken usw. verwandelt haben.

Die Dorfvilla, die im 17. Jahrhundert durch Umbau von der Feste entstand, hatte einen unikaten Keller. Ihre Besitzer ließen dort eine mit Stuck und richtigen Tropfsteinen künstliche Höhle bauen. Die wurden im naheliegenden Mährischen Karst gebrochen.

Weiterem Umbau und Schlossrenovierungen gab nur der Untergeschoss nicht nach. Die Pfarrkirche fiel im Jahre 1731, um Platz für die Schlosskapelle zu machen. Darüber haben sich alle gefreut: gewöhnliche Dorfbewohner kamen hierher, um zu beten, die Herrschaft verfolgte den Gottesdienst von getrennten Terrassen, die an die Schlosskorridore angeschlossen sind. Fräulein, in engen Miedern geschnürt, und auch Herren, mit Kilos von Gold geschmückt, hatten es auf diese Weise nicht weit „zu Gott“.

Schloss Lednice, wie es jetzt aussieht und wie es im Jahre 1996 in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen wurde, diente Liechtensteiners als „Erholungshütte“. Sie kamen zwar im Sommer her, trotzdem ließen sie in den Innenräumen Heizung installieren, luxuriöse Bade-, Schlaf-, Esszimmer und Tanzsäle errichten. Die Erdgeschossräume dienten als Represantationssäle, hierher wurden Gäste und Freunde eingeladen (heutzutage die I. Besichtigungsrunde - Representationssäle). Der erste Stock wurde zum Wohnen eingerichtet (heutzutage die II. Besichtigungsrunde – Fürstenapartements), im zweiten hatten ihr Königreich die Kinder (heutzutage die III. Besichtigungsrunde – Bildergalerie).

Falls Sie nach Lednice aus Valtice fahren, beachten Sie die umherstehenden Bäume. Sie haben etliches hinter sich, die Allee wurde schon im Jahre 1715 errichtet. Es ist überhaupt nicht lange her, da man hier zu Fuß lief – noch Bezruè (ein tschechischer Dichter) spazierte hier. Die Allee wird bis heute Bezruès Allee genannt.

Auch weitere Bäume in Lednice haben ihre farbige Geschichte. Manche im Schlossgarten sind etwa tausend Jahre alt. Das älteste Gehölz des exotischen Palmtreibhauses wird den drei-, vielleicht auch vierhundertsten Geburtstag feiern. Vor der Besatzung 1968 standen hier zwei Bäume (Linde und Eiche) als Symbol der tschechisch-sowjetischen Freundschaft. Der Holzblock, der bis heute von der Eiche erhalten blieb, kann auf seinen tapferen Henker stolz sein. Der Holzfäller, den nicht einmal KGB fand, fällte den Baum nämlich genau die Nacht davor, als die russische Delegation – sogar mit L. I. Brežnìv kommen sollte, um ihn zu bewundern.


Öffnungszeit:

I.Besichtigungsrunde
(Erdgeschoss – Representationssäle)
April, Oktober
(nur SA, SO)
9:00 – 15:15
September
(täglich außer MO)
9:00 – 16:15
Mai - August
(täglich außer MO)
9:00 – 17:15
Schloss II.Besichtigungsrunde
(1.Stock – Fürstenapartements)
April, Oktober
(nur Sa, SO)
9:00 – 15:00
September
(täglich außer MO)
9:00 – 16:00
Mai - August
(täglich außer MO)
9:00 – 17:00
Schloss III.Besichtigungsrunde
(2.Stock – Bildergalerie)
April, Oktober
((nur Sa, SO)
9:00 – 15:00
September
(täglich außer MO)
9:00 – 16:00
Mai - August
(täglich außer MO)
9:00 – 17:00
  • Mittagspause ist von 12 bis 13 Uhr.
  • Im April und Oktober ist die Besichtigung nur werktags nach Vereinbarung möglich

Eintritt:

I.Besichtigungsrunde
(Erdgeschoss – Representationssäle)
Erwachsene 80,- Kè
Kinder, Studenten, Senioren 40,- Kè
Besichtigung auf DE, EN + 50,- Kè pro Person
Schloss II.Besichtigungsrunde
(1.Stock – Fürstenapartements)
Erwachsene 100,- Kè
Kinder, Studenten, Senioren 50,- Kè
Besichtigung auf DE, EN + 50,- Kè pro Person
Schloss III.Besichtigungsrunde
(2.Stock – Bildergalerie)
Erwachsene 50,- Kè
Kinder, Studenten, Senioren 25,- Kè




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foto: Jan Halady, text: Michaela Košálová