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Johannes Burg



Johannes Burg befindet sich ca 4 km östlich von Lednice. Zum Bau, der in den Öffnungszeiten der Öffentlichkeit zugänglich ist, kann man auf dem grünmarkierten Wanderweg gelangen. Auf der Thaya fahren Boote hierher, auf den staubigen Wegen Pferdekutschen. In der Burg finden Hochzeiten statt.

Johannes Burg liegt in einem kuriosen Kataster und ist wirklich absonderlich. Sie sieht wie eine mittelalterliche Rouine aus, dabei wurde sie anfangs des 19. Jahrhunderts erbaut; dazu steht sie noch im Moor . Diese Geheimnisse kann man aber doch erklären. In der Zeit der Romantik wollte jeder zweite Edelmann eine schöne Ruine besitzen und wenn er kein Glück hatte, zögerte er nicht und ließ sie bauen. Jan von Liechtenstein, dessen Name die Burg trägt, lud aufgrund dessen den Architekten Josef Hardmuth, der nicht nur die bewegliche Bodenschicht durch Holzpfosten befestigte, sondern auch nocht den Bleistift erfand.

Damit die Ilusion vom Mittelalter vollkommen ist, machte sich Hardmuth auf den Weg wirkliche Burgruinen kennen zu lernen. Er begriff, dass er gutes Material braucht, um Erfolg zu haben, deshalb ließ er Steine für die Mauer aus der naheligenden Großmährischen Burgstätte Pohansko holen. Er beachtete jedes Detail; das Holztreppenhaus war rechtsgewunden, wie es in den alten Burgen üblich war.

Die anderen Aristokraten hatten bloß einen bescheidenen zerstörten Turm mit der Andeutung des „ehemahligen“ Gebäudes, Liechtensteiner verlangten etwas mehr. In der Johannes Burg lebte man – in der Pirschzeit veranstallteten hier die Herren Feiermahlzeiten. Die waren wirklich groß. Das gefangene Wild wurde in Flammen der acht Feuerstätten auf dem Burghof gegrillt. Der Hauptrittersaal, in dem Männer aßen, brauchte nicht einmal die Heizung. Es war ganz üblich, dass jemand erschöpft vom Feiern zum Boden fiel und Ruhe benötigte – dies bezeugen die Nebensalons. Der größte Hirsch, der hier erbeutet wurde, wog 350 kg und sein Geweih schmückt bis heute den Saal. Die Jagd begann und endete mit der Fanfahre, die vom hinteren Umgang klang. Der heißt jetzt Hornistenterrasse.

Der geschickteste Jäger wurde zum „König der Jagd“ ernannt und trank den ganzen Abend aus einem speziellen Becher, der heutzutage auf dem Kamin plaziert ist. Den Titel gewann derjenige, der ein Reh, ein Wildschwein, einen Fuchs und einen Hasen fing. Wenn es mehrere solche Jäger gab, war die Schönheit der Trophäen entscheidend.

Das einzige auf der Burg, was aus der ursprünglichen Ausrüstung erhalten blieb, ist der Gewehrständer, an dem eine Eule als Weisheitssymbol geschnitzt ist. Die ermahnte die Jäger, dass sie mit Bedacht jagen sollen und das Wild nicht ausrotten, das sie nicht aufessen können. Die Damen halfen ihnen damit eben nicht – sie saßen während des Festmahles in abgelegenen Damensalons. In diesen Räumen gab es Kamine aber ohne Schornsteine. Erhitzte Holzkohle wurde von außen in einem Porzellanbehälter in den Kamin gesteckt. Nicht nur für Frauen wurde gesorgt. Der fürstliche Araber hatte einen eigenen beheizten Pferdestall.


Öffnungszeit:

Johannes Burg
April, Oktober
(nur SA, SO)
9:00 – 16:15
Mai - September
(täglich außer MO)
9:00 – 16:15

Eintritt:

I. Besichtigungsrunde:
Erwachsene 50,- Kè
Kinder, Studenten, Senioren 30,- Kè
Familien 130,- Kè
Photographie 130,- Kè

Kontakt:

Janùv hrad
Zámek 1
691 44 Lednice na Moravì

tel.,  fax: 519 355 134
e-mail: janohrad@brno.npu.cz





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foto: Jan Halady, text: Michaela Košálová